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Kletterschuhe reparieren und besohlen – Der Überblick

In diesem Artikel erwartet dich ein Rundumschlag, worauf es beim Thema Kletterschuhe reparieren ankommt inklusive ein paar möglicher Anbieter.

Eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt:

Du bringst deinen neuen Kletterschuh mit aus dem Laden oder der Postbote trägt ihn zu dir.

Du lässt dich auf ihn ein und machst Platz damit er sich entfalten kann, auch wenn er dich manchmal einengt. Schon bald nach den ersten zögerlichen gemeinsamen Schritten verschmelzt ihr zu einer starken Einheit.

Volumes, kleinste Tritte, haarsträubende Hooks… Nichts davon kann euch aufhalten. Ihr seid Rockstars! Und dann plötzlich „Oh NEIN!!“ – Der Gummi ist schon wieder durch.

Kletterschuhe wiederbesohlen ist die Alternative zum Neukauf.

Andi steht gut in seinen wiederbesohlten Miuras

 

Löcher in der Spitze sind eine ganz natürliche Verschleißerscheinung im Laufe der Zeit. Wie schnell sich die Löcher auftun, hängt von mehreren Faktoren ab. Unter anderem spielen der Gummi, die Felsart, Wandstruktur in der Halle und die Fußtechnik eine Rolle. Erwägt man jedoch die Schuhe wiederzubesohlen, sollte man dies bereits vor Entstehen wirklicher Löcher tun.

An zweiter Stelle der häufigsten Reparaturen von Kletterschuhen stehen die Verschlüsse. Besonders berüchtigt sind reißende Verschlussbänder und Velcros, die sich vom Leder trennen.

Während man die reißenden Verschlüsse und Velcros für wenig Geld beim Schuster wieder richten lassen kann, muss für eine Reparatur der Spitze von Kletterschuhen ein wenig tiefer in die Tasche gegriffen werden.

 

Kletterschuhe besohlen lassen

Sind die Kletteschuhe stark abgenutzt oder haben sogar schon ein Loch muss man sich entscheiden:

 

Kletterschuhe besohlen oder ein neues Paar kaufen.

 

Es gibt ein paar Schuster, die sich auf das Reparieren von Kletterschuhen spezialisiert haben.

Worauf sollte man bei der Reparatur achten?

  • Lieber früher als später: Zuerst klettert sich die Sohle ab und danach kommt der Randgummi zum Vorschein. Darunter findet sich noch ein dünne Schicht Leder und dann wartet nur noch dein großer Zeh auf seinen Auftritt. Der richtige Zeitpunkt zum Wiederbesohlen von Kletterschuhen ist gekommen, sobald die Sohle abgeklettert ist und bevor der Randgummi leidet. Das erhält die Performance des Schuhs und spart bares Geld (für unnötige Randgummi-Erneuerung).
  • Welcher Gummi? Die unten gelisteten Unternehmen bieten das Wiederbesohlen mit verschiedenen Gummis an. Du kannst deinen Kletterschuh wieder mit dem selben Gummi, wie ursprünglich reparieren lassen oder mit einer anderen Sohle experimentieren. Nicht jeder Wiederbesohler bietet allerdings alle Gummi-Hersteller an.

Ablauf: Man schickt seine Kletterschuhe mit ausgefülltem Formular (Auftrag) an den Anbieter. Dieser bearbeitet den Auftrag und schickt die Schuhe einsatzbereit zurück. Bezahlung überlicherweise per Rechnung, Lastschrift oder PayPal.

Übersicht einiger Anbieter zum Kletterschuhe wiederbesohlen:

  • Dauer: ca. 7 Tage

 

  • Kosten ab Anbieter: mindestens 32,50 €

 

  • Sehr viele Gummis und wohl größter Anbieter für Wiederbesohlungen in D.
  • Dauer: ca. 12 Tage

 

  • Kosten: mindestens 24,80 €

 

  • Auch Wiederbesohlen von No-Edge
  • Dauer: ca. 20 Tage

 

  • Kosten: mindestens 27,50 €

 

  • Anbieter besohlt auch No-Edge. Viel Erfahrung, da eigenes Kletterschuhsortiment. (Saltic)
  • Dauer: ca. 20 Tage

 

  • Kosten: mindestens 27,50 €
Kletterschuhreparatur.de
  • Dauer: ca. 7 Tage

 

  • Kosten ab Anbieter: mindestens 32,50 €

 

  • Sehr viele Gummis und wohl größter Anbieter für Wiederbesohlungen in D.
Kletterschuhdoktor.de
  • Dauer: ca. 12 Tage

 

  • Kosten: mindestens 24,80 €

 

  • Auch Wiederbesohlen von No-Edge
Kletterschuhservice.com
  • Dauer: ca. 20 Tage

 

  • Kosten: mindestens 27,50 €

 

  • Anbieter besohlt auch No-Edge. Viel Erfahrung, da eigenes Kletterschuhsortiment. (Saltic)
Restday.de
  • Dauer: ca. 20 Tage

 

  • Kosten: mindestens 27,50 €

Fazit

Vor gar nicht allzu langer Zeit war es noch üblich (und ist es mancherorts bis heute) für das Klettern in der Halle die kaputtesten und günstigsten Kletterschuhe zu nutzen, die man hatte. Neue Schuhe wurden für das „draußen“-Klettern aufgespart, da das Training in der Halle widerwillig und mit viel Spott betrieben wurde.

Glücklicherweise geht der Trend inzwischen davon weg. Das Bouldern und Klettern mit den selben Schuhen am Fels und beim Training hat den Vorteil, dass man in beiden Disziplinen auf das selbe Reportoire an Fußtechnik zurückgreifen und dieses dabei weiterentwickeln kann.

 

Hier eine Übersicht der Vor- und Nachteile des Wiederbesohlens:

Vorteile

  • Günstiger als ein neues Paar
  • Schuh ist bereits eingeklettert
  • Weniger Müll auf der Welt

Nachteile

  • Kletterschuh wird eventuell ein wenig kleiner
  • Nicht mehr selbes Gefühl am Fuß

 

Vor diesem Hintergrund kann man abwägen, ob eine Reparatur oder doch ein neues Paar Kletterschuhe die richtige individuelle Lösung darstellt.

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